Capacity Development in Fragile States

THEMATIC SESSION 4
October 8, 10:30 – 12:00, Venue: Neue Mälzerei/Plenarsaal

Organisers

Stefanie Rauscher, Fachplanerin (4C20), Öffentliche Finanzen und Verwaltung

Klaus Schreiner, Senior-Fachplanerin (4C40), Frieden und Nothilfe

 
Moderation

David Nguyen-Thanh, Kompetenzcenterleiter (4C20), Öffentliche Finanzen und Verwaltung

Mike Falke, Gruppenleiter (G210), Governance, Menschenrechte

 
In Situationen, die von Konflikt und Fragilität geprägt sind, ermöglicht Capacity Development das Arbeiten an kritischen Themen wie Führung, Inklusion und dem oft vorherrschenden Mangel an Vertrauen. Capacity Development kann zu einem Ausbalancieren der Interessen und Bedürfnisse staatlicher und nicht-staatlicher Akteure beitragen, mit Blick auf das Erreichen von mittel- und langfristigen, nachhaltigen Ergebnissen. Capacity Development ist somit ein leistungsfähiger und effizienter Ansatz um nachhaltige positive Wirkungen in fragilen- und Konfliktsituationen zu erreichen. Gleichzeitig ergibt sich in diesen spezifischen Kontexten eine Reihe von Herausforderungen auf der Umsetzungsebene. So sind Praktiker/innen in fragilen Kontexten häufig mit Dilemmata konkurrierender Erfordernisse und Ziele konfrontiert: Wie können Leistungen schnell und effizient erbracht werden und gleichzeitig lokale, für die Serviceerbringung zuständige Institutionen mittel- bis langfristig gestärkt werden? Wie können festgelegte Ziele und operationelle Rahmenbedingungen mit der Notwendigkeit sich flexibel an hochdynamische und fragile Kontexte anzupassen, in Einklang gebracht werden? Etc.
In der Studie „Capacity Development in Situations of Conflict and Fragility – German Approaches and Lessons Learned by GIZ“ hat die Arbeitsgruppe „Peace Building, Statebuilding and Security” des Fachverbundes Governance in Asien Erfahrungen aus verschiedenen Projekten zu Capacity Development in Kontexten von Fragilität und Konflikt zusammengeführt. Die Studie definiert Dilemmata, denen Praktiker/innen in der Projektarbeit häufig gegenüber stehen und die für die Arbeit in fragilen Staaten höchst relevant sind, stellt Schlussfolgerungen dar und formuliert hierauf aufbauend „lessons learned“. Im ersten Teil des Themenforums werden der Ansatz der Studie und die Dilemmata dargestellt, sowie Fallbeispiele entlang spezifischer Dilemmata vorgestellt.
Im zweiten Teil des Themenforums haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit sich innerhalb von Diskussionsgruppen mit verschiedenen Fragestellungen zu Governance und Fragilität auseinander zu setzen.

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