Migration and Refugees

THEMATIC SESSION 1
October 8, 10:30 – 12:00, Venue: Umweltforum/Plenum

Organisers

Tanja Carbone, Fachplanerin (4C40), Frieden und Nothilfe

Johanna Sztucki, Junior-Beraterin (G210), Governance, Menschenrechte

 
Input und Fishbowl

Ralf Oetzel, Schutz der Menschenrechte in Migrationssituationen (Ecuador und Kolumbien)

Gudrun Kramer, Stärkung der sozialen Teilhabe palästinensischer Flüchtlinge in Jordanien

Elis Schmeer, Strukturelle Stärkung der Betreuung und Integration intern Vertriebener im Department Caquetá in Kolumbien

Anna Wittenborg, Stärkung von ausgewählten Kommunen im Umgang mit Migration und Flucht in Marokko

 
Moderation

Dunja Brede, Kompetenzcenterleiterin (4C40), Frieden und Nothilfe

Jutta Barth, Gruppenleiterin (G220), Sicherheit, Krisenmanagement, Flüchtlingsprogramme

 
Migration und Flucht stellen komplexe Phänomene dar, mit denen wir mittlerweile täglich in den Nachrichten und unserer Umgebung konfrontiert werden. Die Mehrheit der Menschen, die fliehen finden vorerst oder für immer ihre neue „Heimat“ in einem Nachbarland. Hier treffen sie oftmals zusammen mit Migranten, die aus anderen Hintergründen gezielt oder temporär in das Land gekommen sind. Die Aufnahmeländer von Flüchtlingen und Migranten sind oftmals selber fragil und verfügen nicht über resiliente Strukturen. Die Aufnahmeländer und besonders die kommunale Ebene werden durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Oftmals reichen staatliche sowie zivilgesellschaftliche Kapazitäten nicht aus, um mit der Situation adäquat umzugehen und die nötige Basisinfrastruktur sowie (ausreichend) soziale Grunddienste bereitzustellen. Folgen können soziale Spannungen, wirtschaftliche Benachteiligungen sowie, je nach Aufnahmeregion, eine (weitere) Zunahme der staatlichen und gesellschaftlichen Fragilität sein.

Nicht erst durch die aktuelle Diskussion rund um die Syrienkrise, sondern seit geraumer Zeit arbeitet die GIZ zu den neuen Herausforderungen rund um Flucht und Migration und unterstützt Partnerregierungen und Zivilgesellschaft. Im Rahmen des Themenforums stellen Kollegen/innen aus unterschiedlichen Länderkontexten (Jordanien, Kolumbien, Marokko und Ecuador) ihre konzeptionellen Ansätze und praktischen Beratungserfahrungen im Kontext von Flucht und Migration sowie in der Arbeit mit Binnenvertriebenen vor. Das Themenforum gibt einen plastischen Eindruck in den Projektalltag und soll gleichzeitig eine Grundlage für die weitere Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex bilden. Neben der Klärung von Grundlagen wie den unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen wird ein Augenmerk auf die Identifizierung aktueller Herausforderungen und zukünftiger Potenziale gelegt.

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