Stabilisation in Fragile States

THEMATIC SESSION 3
October 8, 10:30 – 12:00, Venue: Neue Mälzerei/Elysium

Organisers

Ulrike Haffner, Fachplanerin (4C10), Rechtsstaat und Sicherheit

Anna Sturmfels, Beraterin (G210), Governance, Menschenrechte

Moderation

Elisabeth Leiss, Kompetenzcenterleiterin (4C10), Rechtsstaat und Sicherheit

Joachim von Bonin, Programmleiter (G220), Sicherheit, Krisenmanagement, Flüchtlingsprogramm

„Stabilisierung“ ist ein vor allem in der außenpolitischen Diskussion verwendeter Begriff, der sich insbesondere auf die kurzfristige Stabilisierung eines Landes während oder kurz nach einer Krisen-/Konfliktsituation bezieht. Demgegenüber stehen die entwicklungspolitischen Leitlinien und Zielsetzungen der Strukturbildung und Nachhaltigkeit. Zusätzlich werden immer mehr klassische TZ-Vorhaben (auch) in Konflikt- oder Postkonflikt-Ländern umgesetzt, deren Zielsetzung nachhaltiges Capacity Development ist.
Vor diesem Hintergrund wollen wir im Themenforum folgende Fragestellungen diskutieren:

Was bedeutet Stabilisierung für die Vorgehensweise der deutschen EZ/IZ im fragilen Kontext (Stabilität vs. nachhaltiger Strukturbildung? Gleichzeitiges, paralleles oder sequentielles Vorgehen?)

Wie und wann können Ansätze zur Stabilisierung am effektivsten in Strukturbildung und Capacity Development Ansätze übergehen und wie kann und sollte dieser Übergang gestaltet werden?

Können „klassische“ TZ-Vorhaben zu Stabilisierung beitragen und gleichzeitig auch den Prämissen der Nachhaltigkeit und Strukturbildung gerecht werden?

Um eine (kritische) und gleichzeitig praxisnahe Auseinandersetzung mit dem Stabilisierungsbegriff zu ermöglichen, werden zunächst Vertreter aus GIZ Vorhaben in Post-/Konfliktländern aus ihren Programmen zu den o.g. Fragen im Rahmen einer Podiumsdiskussion Stellung nehmen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, ob und wie ihre Vorhaben zu Stabilisierung beitragen und in mittel- bis langfristige Zielsetzungen eingebunden sind. Die Vorhaben stammen dabei sowohl aus dem Bereich Frieden und Sicherheit (FuS), Übergangshilfe sowie Governance. Zielsetzung ist, ein gemeinsames Verständnis bzw. einen Lernprozess über ihren möglichen Beitrag zu Stabilisierung herzustellen.
Einzelne Aspekte werden anschließend in Kleingruppenarbeit aufgegriffen.

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